Der Trauerfall

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Egal ob ein Mensch jung und dynamisch war oder alt und krank, setzt der Tod ein, so ist dieses immer ein schwerer Schlag für die Angehörigen.

Die Trauer um einen geliebten Menschen beginnt...  

 

Trauer: was kann man tun? was sollte man lassen?


- Nicht versuchen, dem Trauernden die Trauer zu nehmen (ist meist eine egoistische Einflussnahme, um sich selber zu entlasten).


 - Vorsicht bei Betroffenen in jungen Jahren und im höheren Lebensalter (zwei besonders empfindliche Lebensabschnitte mit erhöhter Selbsttötungsgefahr).


 - Nie mit eigenen Maßstäben messen (es kommt nicht darauf an, was "man" für ertragbar hält, sondern wie breit die Schultern sind, die den Schicksalsschlag zu ertragen haben).


 - Den Trauerprozess nicht zeitlich begrenzen wollen. Die Entscheidung trifft die Belastungsfähigkeit des Betroffenen selber.


 - Den Trauernden die Möglichkeit geben, ihre Gefühle zeigen zu dürfen: Wer sich "zusammennimmt", ist bequem für die anderen, aber schädlich für den Genesungsprozess; was aber nicht heißt, dass der Trauernde "gezielt" auf Kosten seines Umfelds trauern soll (was es gelegentlich auch gibt).


 - Falsche Ratschläge ("Gönnen Sie sich doch wieder einmal ein Vergnügen"), nutzlose Appelle ("Sie müssen sich einfach mehr zusammennehmen") und leere Redensarten vermeiden ("Glücklicherweise ist sonst nichts passiert").


 - Nicht oberflächlich trösten oder den Verlust herunterspielen, sondern eher still-verständnisvoll mitleiden: Anwesenheit und stumme Zuwendung bedeuten oft mehr als Worte (die einem ohnehin nach einiger Zeit auszugehen pflegen).
- Vorsicht an Wochenenden, Feiertagen und vor allem Jahrestagen (Einsamkeit, Rückblick, Erinnerung).


 - Kleine Aufmerksamkeiten signalisieren Verbundenheit in der Not und spenden mehr Trost, als gemeinhin angenommen: Postkarte, Anruf, kurzer Besuch u. a.


 - Hilfreich sind auch entsprechende Bücher oder der Kontakt mit Menschen, die ihren Trauerprozess erfolgreich abschließen konnten.


 - Bei plötzlichem, dramatischem oder gewaltsamen Tod mit verlängerter und verstärkter Schockphase rechnen (Vorsicht vor abrupten, unvorhersehbaren Reaktionen, besonders bei ohnehin labiler Wesensart).


 - Selbst bei entstellendem Tod die Möglichkeit nutzen, sich von dem Verstorbenen/Verunfallten persönlich zu verabschieden. Ansonsten können später die unsinnigsten Phantasien auftreten, die sich deshalb auch mit niemand besprechen lassen ("Vielleicht lebt er noch und ist nur ausgewandert ...").


 - Und vor allem: Geduld, Geduld und die Gabe, sich nicht anstecken zu lassen.

 

Wir, das Wiese Bestattungsteam, stehen Ihnen kompetent und einfühlsam in Ihrer Zeit der Trauer zur Seite,
solange Sie uns benötigen.